Jochen Borenich, Sales Director Corporate Customers

Vernetztes Leben und Arbeiten

Jochen Borenich ist Mitglied der Geschäftsleitung von T-Systems in Österreich und leitet den Bereich Corporate Customers, der die Kundensegmente Manufacturing Industries, Telecommunications, Media, Utilities, Services & Finance beinhaltet.
Jochen Borenich
Newsletter: Herr Borenich, wie ist das Jahr angesichts der Wirtschaftskrise für T-Systems in Österreich gelaufen?
Borenich: Für T-Systems ist die Krise auch eine Chance. Gerade weil viele Unternehmen in die Krise gerutscht sind und daher ihre IT-Budgets kürzen müssen, bieten wir mit unseren Betriebsführungsmodellen gute Alternativen. In diesem schwierigen Jahr konnte T-Systems wichtige internationale ICT-Outsourcing-Deals abschließen, zum Beispiel mit MAN, Philips oder zuletzt mit BP. Das hat auch Auswirkungen auf Österreich, weil wir hierzulande Mitarbeiter aus den IT-Abteilungen dieser Unternehmen übernehmen, wir sind somit sogar personalmäßig gewachsen. Wir konnten außerdem auch wichtige Verträge mit Bestandskunden wie austriamicrosystems, SAPPI, Tyrolit und Wienerberger verlängern und beispielsweise Red Bull als Neukunden für innovative Lösungen gewinnen. Das Jahr ist also trotz Krise für T-Systems erfolgreich gelaufen, wir werden in Österreich somit unsere Geschäftsziele erreichen und haben eine sehr gute Basis für 2010 vorgelegt.
Newsletter: Stichwort Outsourcing: Wie geht T-Systems hier vor?
Borenich: Wenn wir die bestehende IT bzw. Telekommunikationlandschaft unserer Kunden übernehmen, dann beinhaltet dies in meisten Fällen eine Überführung der vorhandenen Infrastruktur und manchmal auch eine Integration von Mitarbeitern. Im Rahmen einer Transition und Transformationsphase werden die Systeme in einen optimierten Regelbetrieb überführt. Damit kann sich der Kunde auf eine garantiert hohe Leistungsqualität verlassen, er profitiert von freigesetzten Skalenerträgen und einem flexiblen Nutzungsmodell. Der Kunde nutzt darüber hinaus unsere Zertifizierungen, die einen reibungslosen und transparenten Betrieb gewährleisten.
Newsletter: Wie reagiert T-Systems auf die Wirtschaftskrise?
Borenich: Um trotz des harten Preiskampfes im Markt wettbewerbsfähiger zu werden, zielen unsere Aktivitäten natürlich auch auf die Optimierung der Produktionskosten. Ein wichtiger Hebel dazu ist ein geeignetes Rightshoring Modell zu finden, das heißt einen guten Mix aus Vorortressourcen mit hoher Expertise und Kundennähe und ergänzenden Near- und Offshore Aktivitäten. Weitere Skalenerträge erwirtschaften wir durch konsolidierte Rechenzentrumsleistungen und großen Einkaufsvoluminas. T-Systems zählt beispielsweise zu den größten SAP Outsourcern weltweit mit über 1,5 Mio User. Diese Größenvorteile können wir unseren Kunden auf Basis von flexiblen und kostengünstigen Verrechnungsmodellen weitergeben.
Newsletter: Die Vision der T-Systems lautet führender ICT-Dienstleister zu werden. Mit welchen Lösungen wollen Sie die Vision realisieren?
Borenich: Unsere Vision ist, die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten und mit innovativen ICT-Lösungen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Das sind Dynamic Services, skalierbare Lösungen für Infrastrukturleistungen und Applikationen. Collaboration, digital Media und Mobile Enterprise sind weitere Kernthemen: T-Systems hat sich bereits als langjähriger Betreiber von integrierten unternehmensübergreifenden ICT-Plattformen für ganze Branchen bewährt, wie beispielsweise für die Automobilindustrie. Und im Zusammenspiel im Konzern Deutsche Telekom bietet T-Systems die Möglichkeit, einzigartige Lösungen unter Zusammenführung von Festnetz, Mobilfunk, Informationstechnik und Integrationskompetenz auf den Markt zu bringen. Gerade deswegen ist T-Systems auch ein führender Wegbereiter für die technologische Medienkonvergenz. Schließlich positionieren wir uns auch ganz stark beim Thema Nachhaltigkeit, in erster Linie mit Green IT. Unsere Kunden profitieren heute schon von herausragenden Energieeffizienzwerten in unseren Rechenzentren, die wiederum helfen, die eigenen Energiekosten um bis zu bis 40 Prozent zu senken.
Newsletter: Wo sehen Sie die größten Chancen und Herausforderungen für die Zukunft?
Borenich: Globalisierung, Social Media, Mobilität & Web 2.0 / 3.0 sind Megatrends, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft verändern und prägen. Wir sehen darin die Herausforderung und Chance, mit cleveren und innovativen Lösungen aus Informations- und Kommunikationstechnologie den Wandel mitzugestalten, eben mit Dynamic Services, mit Collaboration und Mobile Enterprise Solutions. Damit ermöglichen wir die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft.

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