3 Stunden in ...

New York

New York in drei Stunden? Was bei anderen Städten schon schwierig anmutet, wird bei der Mutter aller Metropolen zum unmöglichen Unterfangen. Wir haben uns deshalb bei unseren Tipps – mehr noch als sonst – auf Insider-Hotspots abseits der gängigen Reiseführer-Sehenswürdigkeiten beschränkt.

Delis, Bars & Restaurants

Republic
Gehört sicher nicht zu den „wichtigen“ New Yorker Restaurants, aber es ist ein entspanntes Lokal, in dem viele Einheimische essen, mit modernem Interieur und leckerer Asia-Küche.
37 Union Square, www.thinknoodles.com

Roof Garden Café
Ein perfekter Ort für ein romantisches Date auf dem Dach des Metropolitan Museum of Art. Geboten werden wunderschöne Blicke auf den Central Park, Manhattans Skyline und die jährlich wechselnden Skulpturen-Installationen.
1000 Fifth Avenue, Tel. +1 212 535 7710, www.metmuseum.org
geöffnet von Mai bis Oktober (außer montags)

Spice Market
Eine lässige Location im Meatpacking District. Die Tische gruppieren sich in Nischen um ein Atrium. Das orientalische Interieur und die dezente, indirekte Beleuchtung sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre. Serviert werden raffiniert variierte asiatische Gerichte.
Spice Market, 403 West 13th Street, Tel. +1 212 675 2322, www.jean-georges.com

Cleopatra’s Needle
Leicht läuft man an der unauffälligen Fassade der Bar in der Upper West Side vorbei, dabei sind die Jamsessions hinter diesen Türen legendär. Im schummrigen Licht feiern Newcomer ihren Durchbruch, zwischendurch schauen anerkannte Jazzgrößen immer wieder vorbei. Ein Besuch lohnt sich aber auch schon wegen der mediterranvegetarischen Küche. Der gewaltige Namen bezieht sich übrigens auf den Obelisken im Central Park.
2485 Broadway, Tel. +1 212 769 6969, www.cleopatrasneedleny.com

Kultur

Whitney Museum of American Art
Viergeschossige Epi-Zentrale amerikanischer Kunst (Foto oben) mit „Arbeitsproben“ von Maurice Prendergast bis Andy Warhol und allein 2000 Werken von Edward Hopper.
945 Madison Avenue, www.whitney.org
Montags und dienstags geschlossen

Bargemusic
Der wohl einzige schwimmende Kammerkonzertsaal der Welt. Auf einem Frachtkahn im East River veranstaltet die Violistin Olga Bloom Kammerkonzerte für jeweils 125 Besucher. Hochklassige Musik genießen, während sich das Lichtermeer der Großstadt im Wasser spiegelt.
Fulton Ferry Landing (auf der Brooklyner Seite direkt neben der Brooklyn Bridge), www.bargemusic.org

The High
New Yorks aufregendstes Parkprojekt (Foto unten) ist eine atemraubende Hochbahntrasse, die sich als grüne Schlange über 2,3 Kilometer auf Stelzen durch Manhattan windet. Für Spaziergänger bieten sich von hier aus völlig neue Blicke auf New York. Landschaftsarchitekten schufen ein natürliches Refugium im urbanen Zentrum. Bänke und Deckchairs laden zum Verweilen ein, ein raffiniertes LED-Lichtsystem verzaubert Besucher mit effektvollen Illuminationen.
www.thehighline.org

Shopping

Märkte
Öko ist in im Big Apple. Greenmarkets, Wochen- und Biomärkte gibt es in fast jedem Viertel. Eine Auflistung aller Märkte gibt es unter www.ny.com/dining/green.html. Wir empfehlen den Markt bei St. Mark’s Church. Schon deshalb, weil die Gegend mit vielen kleinen, ausgefallenen Läden und Cafés ohnehin einen Besuch wert ist. Das Angebot auf dem Markt würden jedem Grünen Freudentränen in die Augen treiben, die Preise sind allerdings gepfeffert.
Juni bis Dezember dienstags 8–19 Uhr
East 10th Street Ecke 2nd Avenue

Aedes de Venustas
Der Duft feiner Seifen und Bodylotions lockt selbst Madonna und Heidi Klum immer wieder in diese opulente Parfümerie. Neben seltenen Kreationen von Luxusmarken bieten die deutschen Inhaber Karl Bradl und Robert Gerstner auch eine eigene (betörende) Duftlinie in wunderhübschen Geschenkpackungen an. Preise: ab ca. 20 Dollar bis 1300 Dollar.
9 Christopher Street, www.aedes.com

Joggen

Beliebte Strecken mit Aussicht führen den Hudson River entlang. Wer an der Georg Washington Bridge startet, läuft durch Parkanlagen direkt am Flussufer. Später bieten die frisch renovierten Piers der Waterfront ein einmaliges Panorama. Weitere Tipps gibt der New York Road Runners Club:
www.nyrr.org/resources/training/central_park.asp

Wien

Eine Stadt wie eine herrlich altmodische Diva, die es liebt, sich und ihre Gäste mit modernen Gewändern zu überraschen. So inszeniert sich Wien, die alte Kaiserstadt, am liebsten. Die Wiener „Gmiatlichkeit“ finden wir in den alten Kaffeehäusern, aber auch in vielen Parks und Museen. Doch hinter manch barocker Fassaden hat sich längst junges Leben eingenistet: Die Clubszene ist, wie in allen europäischen Metropolen, international geprägt – aber wo sonst werden Besucherinnen selbst dort schon mal vom grimmig blickenden Türsteher mit „Küss die Hand, gnä’ Frau“ begrüßt?

Kaffeehäuser

Klassisch und empfehlenswert sind:
Café Sperl
Hier ist dankenswerterweise die Zeit stehengeblieben. Die Kellner triefen vor Charme und sind trotzdem aufmerksam. Das Interieur ist alt oder erstklassig restauriert, eine Vielzahl nationaler und internationaler Zeitungen und Zeitschriften liegt aus. Im hinteren Teil klacken seit Jahrzehnten die Kugeln: Hier ist für passionierte Billardspieler reserviert.
VI. Bezirk, Gumpendorfer Straße 11, Tel. 0043 1 586 41 58, www.cafesperl.at
Im Juli und August sonntags geschlossen

Café Jelinek
„Nur net hudeln“ ist hier das – angenehme – Motto. Die köstlichen Mehlspeisen sind selbstgemacht, im Winter bollert in der Ecke ein Holzofen, und etwas über die Qualität der vielen Kaffeespezialitäten zu sagen, hieße, Eulen nach Athen zu tragen –Weltklasse!
VI. Bezirk, Otto-Bauer-Gasse 5, Tel. 0043 1 597 41 13

Café Prückel
Der Klassiker an der Ringstraße. Seit mehr als 100 Jahren kommen die Wiener und ihre Gäste, um sich bei einem Kaffee an den selbstgemachten Süßspeisen zu delektieren, dabei die Zeitung zu lesen und mit dem Nachbarn über Gott und die Welt (beide sind natürlich nur in Wien zu Hause) zu diskutieren.
I. Bezirk, Stubenring 24, Tel. 0043 1 512 61 15, www.prueckel.at

Restaurants

Österreicher im MAK
Der hochdekorierte Spitzenkoch Helmut Österreicher begeistert die Gäste in seinem dem Museum für angewandte Kunst angeschlossenen Restaurant immer wieder aufs Neue. Moderne Interpretationen der Wiener Küche. Unbedingt reservieren!
I. Bezirk, Stubenring 5, Tel. 0043 1 714 01 21, www.oesterreicherimmak.at

Kultur

Museumsquartier
Eines der zehn größten Kunstareale weltweit. Der weiße Würfelbau beheimatet eine einmalige Sammlung österreichischer Künstler. Ein weiteres architektonisches Highlight ist ein riesiger Basaltblock, in dem das MUMOK, das Museum moderner Kunst, zu Hause ist. Der Innenhof mit seinen „Enzis“ genannten Kunstoffblöcken mutiert im Sommer zur urbanen Liegewiese. Im Winter verwandeln sich die „Enzis“ in Iglus mit Punschausschank.
VII. Bezirk, Museumsplatz 1, www.mqw.at


Albertina
Wiener Superlative: Mehr als anderthalb Millionen Druckgrafiken stehen für die größte grafische Sammlung der Welt. Von Dürer über Rubens bis Chagall – in der Albertina finden sich Werke von nahezu allen bedeutenden Künstlern. Nur noch bis zum 10. Januar 2010: die hochgelobte Impressionismus-Ausstellung „Wie das Licht auf die Leinwand kam“.
I. Bezirk, Albertinaplatz 1, www.albertina.at

Shopping

Dorotheum
Egal, ob zum Kaufen oder nur zum Schauen: Ein Besuch bei „Tante Dorothee“, wie die Wiener das älteste Auktions und Pfandhaus der Stadt liebevoll nennen, ist unbedingt zu empfehlen. Schmuck, Möbel, alte Gemälde, Antiquitäten und Kitsch – bei rund 600 Versteigerungen im Jahr wird hier reger Handel getrieben. Neben den Auktionen gibt es mehrere Shops, in denen man auch „normal“ einkaufen kann.
I. Bezirk, Dorotheergasse 17, www.dorotheum.com

Kaufhaus Steffl
Traditionsreicher Einkaufstempel, seit einigen Jahren in einem neuen, futuristischen Gebäude untergebracht. Hier gibt es nichts, was es nicht gäbe: ob heimische Trachtenmode oder internationale Topdesigner. Von der „Sky Bar“ im oberen Stockwerk hat man einen tollen Blick über die Stadt.
I. Bezirk, Kärntner Straße 19, www.kaufhaus-steffl.at

Joggen

Die beliebtesten Laufstrecken führen natürlich durch die schönen Wiener Parkanlagen, etwa den Schlosspark Schönbrunn, den Türkenschanzpark oder den Prater. Zurzeit werden alle Lauf- und Walkingstrecken beschildert. Der Läufer erfährt auf den Schildern alles über Länge und Eigenheiten der Strecke. Eine ausführliche Zusammenstellung aller Wiener Joggingstrecken gibt es auf: www.runningcheckpoint.at